Rezensionen

Ein wohlfeiler Irrtum. Zu Didier Eribons Bestseller*

Ein wohlfeiler Irrtum. Zu Didier Eribons Bestseller*

Wer Bücher schreibt, muss damit rechnen, dass er missverstanden oder gar für dem Autor fernliegende Zwecke eingespannt wird. Das ist der Sinn des Sprichworts, dass „Bücher ihre Schicksale haben“. Das Wort des aus Nordafrika stammenden Grammatikers Terentianus Maurus (2. Jahrhundert) wird notorisch nur zur Hälfte zitiert: „Pro captu lectoris habent sua fata libelli“, also etwa: … vorwärts


Rezensionen

Ein anderes Deutschland. Oskar Negt: Überlebensglück. Eine autobiographische Spurensuche*

Ein anderes Deutschland. Oskar Negt: Überlebensglück. Eine autobiographische Spurensuche*

Kriegskind, zwei Fluchten aus deutschen Ländern, fast drei Jahre lang Lager. Dabei hatte Oskar Negt viel Glück, ältere Schwestern und gute Lehrer, die beim Über- und Weiterleben halfen. Die späte Spurensuche voller sozialphilosophischer Reflexionen mündet in ein politisches Plädoyer für ein neues, offeneres Deutschland. *** Gut, hat er es trotz der theoretischen Bedenken gegen biographisches … vorwärts


Diskussion

Das Ende der Sozialpartnerschaft – und ihre Zukunft*

Das Ende der Sozialpartnerschaft – und ihre Zukunft*

Vordergründig erzählt dieses Buch, wie die letzten GAV-Verhandlungen in der Maschinenindustrie eskalierten – und scheiterten: Am 26. April 2013 verliess die Gewerkschaft Unia den Verhandlungstisch. Es war ein Donnerschlag in der Schweizer Sozialgeschichte. Nun drohten Arbeitskämpfe, Streiks, eine Periode sozialer Unrast. Doch die Öffentlichkeit erfuhr davon nichts. Dieser Bruch war aus Sicht der Gewerkschaft logisch … vorwärts


Rezensionen

Costis Hadjimichalis: Schuldenkrise und Landraub in Griechenland

Costis Hadjimichalis: Schuldenkrise und Landraub in Griechenland

Es gibt mittlerweile mehrere Untersuchungen, die die Medienberichterstattung über die Schuldenkrise in Griechenland und insbesondere die Zuspitzung der Auseinandersetzung zwischen der griechischen Linksregierung und den Gläubigerinstitutionen im ersten Halbjahr 2015 untersuchen. Die Ergebnisse dieser Studien sind für die «vierte Gewalt» keinesfalls schmeichelhaft und bewegen sich in Form und Inhalt mehr auf der Ebene eines Donald … vorwärts


Essays

Die Selbstreflexion des Marxismus. Adornos Negative Dialektik*

Die Selbstreflexion des Marxismus. Adornos Negative Dialektik*

Vor fünfzig Jahren, im Herbst 1966, erschien die Negative Dialektik, eines der wichtigen Werke Theodor W. Adornos. An diesem Buch arbeitete er mehr als sechs Jahre. Während dieses Zeitraums verfasste er Aufsätze, hielt mehrere Vorlesungen und bot mehrere Seminare an, die sich mit den Themen des Buches befassten. Die Negative Dialektik zählte er zu jenen … vorwärts


Diskussion

Raum für Phantasie und Widerspruch. Eine Annäherung an das Denken von Carolin Emcke*

Raum für Phantasie und Widerspruch. Eine Annäherung an das Denken von Carolin Emcke*

Um den derzeit hasserfüllten und engstirnigen Umgang zwischen den Menschen wieder zu öffnen, ist ein Unterbrechen notwendig – von rassistischen Erzählungen, Vorurteilen und stereotypen Wiederholungen im Reden und Tun. Dass dabei das Zu- und Anhören zwischenmenschlich und politisch wichtig ist, wird in der Auseinandersetzung mit Carolin Emckes Denken deutlich. *** Die Art, wie Carolin Emcke … vorwärts


Rezensionen

«Ich gebe, bis ich sterbe, meine Unschuld nicht preis.» Überlegungen zu Schuld und Unschuld bei «Five easy Pieces» und «Die 120 Tage von Sodom» von Milo Rau

«Ich gebe, bis ich sterbe, meine Unschuld nicht preis.» Überlegungen zu Schuld und Unschuld bei «Five easy Pieces» und «Die 120 Tage von Sodom» von Milo Rau

«Five easy Pieces» (zusammen mit dem Kindertheater Campo in Gent, 2016)  und «Die letzten Tage von Sodom» (zusammen mit dem Behindertentheater Hora am Schauspielhaus Zürich, 2017)  sind die ersten zwei Teile einer Trilogie über Repräsentationsmöglichkeiten auf der Bühne von Milo Rau. Nachfolgend ein kleiner Versuch über die Frage, mit welchen Gefühlen und Interessen wir heute … vorwärts


Rezensionen

Alexander Garcia Düttmann: Gegen die Selbsterhaltung. Ernst und Unernst des Denkens

Alexander Garcia Düttmann: Gegen die Selbsterhaltung. Ernst und Unernst des Denkens

Das 2016 im August Verlag erschienene Buch Gegen die Selbsterhaltung versammelt sechzehn Texte des Philosophen Alexander Garcia Düttmann. Es handelt sich dabei ausnahmslos um Gelegenheitstexte. Sie wurden auf Einladung verfasst, auf Konferenzen vorgetragen, in Seminaren entwickelt, in Zeitschriften oder Katalogen veröffentlicht und in sechs verschiedenen Sprachen formuliert. Entsprechend vielfältig sind ihre Gegenstände: Wagners Lohengrin, Bücher … vorwärts