Essays

Zur Religionskritik von Marx, mit Marx und über Marx hinaus*

Zur Religionskritik von Marx, mit Marx und über Marx hinaus*

Karl Marx gilt als wichtiger Klassiker der Religionskritik.[1] Das heisst, seine einschlägigen Äusserungen sind sowohl gut zitierbar wie auch vielfältig deut- und verwendbar. Zitierbar ist vor allem der Satz vom Opium: «Religion ist das Opium des Volkes»[2]. Was leistet die Metapher vom Opium? Drogen bringen normalerweise nichts Neues hervor, sie steigern vorhandene Gestimmtheiten, versprechen Möglichkeiten, … vorwärts


Diskussion

Ist Kunst Arbeit oder ästhetische Selbstbefriedigung?

Ist Kunst Arbeit oder ästhetische Selbstbefriedigung?

Auf theoriekritik.ch hat die Gruppe Konverter den Text ‚Kunst, Kultur und Warenform – Rote Fabrik und Reitschule‘ veröffentlicht (http://www.theoriekritik.ch/?p=3554). Darin werden die Berner Reitschule und die Rote Fabrik in Zürich als Konsumtempel bezeichnet, in der die eigene, widerständige Kultur kommerzialisiert werde. Das Ziel der Gruppe Konverter ist die künstlerische Selbstermächtigung. Dabei kann Kunst nur widerständig … vorwärts


Rezensionen

Renato Curcio: Das virtuelle Reich. Die Kolonialisierung der Fantasie und die soziale Kontrolle

Renato Curcio: Das virtuelle Reich. Die Kolonialisierung der Fantasie und die soziale Kontrolle

Facebook, Google und Amazon sind nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken, Smartphones, Tablets und Laptops ebenso wenig. Diese neuen digitalen Technologien und die Konzerne, die sie verwalten, leiten und kontrollieren immer mehr Aspekte unseres sozialen Lebens – vom Arbeitsplatz über Beziehungsweisen bis zum Konsum. Diesen Veränderungen spürt in seinem neuen Buch ein Autor nach, von dem … vorwärts


Rezensionen

Mehrwert und Melancholie

Mehrwert und Melancholie

Zum neuen Band des Historisch-Kritischen Wörterbuchs des Marxismus Von Maschinerie bis Mitbestimmung reicht der soeben ausgelieferte Band 9/I. Das grosse «Historisch-Kritische Wörterbuch des Marxismus» (HKWM) ist damit gut über die Hälfte hinaus gediehen. Der neuste Band führt mitten in zentrale Diskussionen aus der Geschichte des Marxismus. Etwa mit dem Stichwort Materialismus. Gemäss dem globalen Anspruch … vorwärts


Rezensionen

Ueli Mäder: 1968 – Was bleibt?*

Ueli Mäder: 1968 – Was bleibt?*

Jede Revolte hat ihre Vorläufer, sucht ihre Anlässe und findet ihren Kulminationspunkt. Auch wenn das Jahr 1968 für eine globale Bewegung steht, eine Welle, die fast überall hinreichte, hatte doch jedes Land seine eigenen Katalysatoren und Betablocker, die dieses verstärkten und jenes abschwächten. Mässigend wirkten in der Schweiz die föderale Struktur, die Doppelidentitäten der Sprachregionen, … vorwärts


Diskussion

Kunst, Kultur und Warenform – Rote Fabrik und Reitschule.

Kunst, Kultur und Warenform – Rote Fabrik und Reitschule.

„Kultur hat einen Wert.“ “Kunst ist Arbeit.“ “Künstler sollen bezahlt werden.“ So lautet der Dreischritt, der immer wieder zu hören ist. Auch jüngst im Zusammenhang mit der Besetzung der Grossen Halle der Reitschule in Bern, welche die Gruppe der „Wohlstandsverwahrlosten“ durchführte. Die Kritik lautet, dass die Kommerzialisierung der (eigenen, widerständischen) Kultur rückgängig gemacht werden sollte, … vorwärts


Rezensionen

Er war nicht zum Spaß da

Er war nicht zum Spaß da

Ein Jahr war er nun im Gefängnis. Es war ein Jahr zu viel. Deniz Yücel, seit 2015 Türkei-Korrespondent der Welt, davor Redakteur der taz und langjähriger Herausgeber der Wochenzeitung Jungle World. Dem Journalisten wird von der türkischen Justiz «Terrorpropaganda und Volksverhetzung» vorgeworfen. Als Beweise für die Anschuldigungen dienen zwei Beiträge für die Welt: ein Interview … vorwärts


Essays

Für ein Theater der Gegenwart

Für ein Theater der Gegenwart

Was soll ein Theater machen, was macht ein Theater aus in dieser Zeit, wo alles auf Umbruch und Erneuerung drängt, aber tatsächlich Umbruch und Erneuerung das Fundament dessen sind, was nicht vergeht und also die Situation Erneuerung im Stillstand heisst? Was bedeutet das also für ein Theater der Gegenwart?   Zur kommenden Aktualität des Theaters … vorwärts


Essays

Die Kunst, «ganze Menschen» zu regieren. Über die politische Vermenschlichung ausländischer Arbeitskräfte.*

Die Kunst, «ganze Menschen» zu regieren. Über die politische Vermenschlichung ausländischer Arbeitskräfte.*

1    Einleitung Ohne Ausländerinnen und Ausländer hätte es die Schweizer Eidgenossenschaft wohl kaum zum «wettbewerbsfähigsten Land der Welt» (Sommaruga 2012) gebracht. Sie hätte keinen Gotthardtunnel, würde an medizinischer Unterversorgung kranken und in der Gastronomie müsste ein Grossteil der Betriebe schliessen. Auch in Zukunft wird die Schweiz auf hoch- und niedrigqualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen … vorwärts